Verabschiedung
Jigzy und Nathalie Nwanegbo

Lange waren sie ja nicht bei uns, Jigzy und Nathalie. Nach Deutschland gekommen sind sie, weil ihr Vater, der Nigerianer Emmanuel Nwanegbo, für den SSV-Reutlingen in der 2. Bundesliga spielen sollte.
1997 bricht er gegen den SC Weismain bewusstlos zusammen. Kurz darauf versagt sein Herz und er stirbt. Es bleiben seine Frau Carole und beide Kinder allein in Deutschland.
Nachdem Carole in der Trauerphase danach Kontakt zur Adventgemeinde und in Jesus Christus neuen Lebensmut fand, wurde sie 2001 Glied unserer Gemeinde. Die Kinder kamen gern zum Gottesdienst und zu den Kinderveranstaltungen. Seit sie das richtige Alter hatten waren sie auch natürlich bei uns Pfadfindern dabei. Jigzy wurde am 13.03.2004 und seine Schwester am 10.07.04 in unsere Gruppe aufgenommen. Beide waren engagiert dabei und fühlten sich bei uns sehr wohl. Und jetzt, nach knapp einem halben Jahr gehen sie schon wieder.

Die Mutter fühlte sich trotz Mitgliedschaft und Freunde in unsere Gemeinde einsam, weil sie nur schwer mit der deutschen Sprache zurecht kam und alle ihre Verwandten entweder in Nigeria oder in den USA waren. Als Familie Nwanegbo im Sommer 2004 ihren Bruder und Onkel in den USA besuchten, fassten sie den Entschluss, für immer dort zu bleiben. Sie kamen aus den Ferien zurück, um hier alles aufzulösen, all ihr Hab und Gut in einen Container zu verladen und es nach Nigeria zu verfrachten. Sie selbst wollen noch ein oder zwei Monate dort bleiben bis alles verkauft oder verschenkt ist und dann endgültig in den USA bei ihrem Onkel neu anzufangen.

Schwer wird ihnen der Anfang dort nicht fallen, denn die drei haben immer schon besser Englisch als Deutsch gesprochen, aber ganz ohne Tränen ging es hier beim Abschied dann doch nicht.

Wir organisierten eine große Abschiedsparty zu der alle Freunde eingeladen wurden. Wir wünschen euch in der neuen Welt einen guten Start und viele neue Freude. Dort in den USA findet ihr sicher Anschluss an eine Pfadfindergruppe der Seventh-Day-Adventist Pathfinders. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder auf einem der großen Camporees oder Camp Meetings in Oshkosh/Wisconsin/USA.
Auf jeden Fall wünschen wir euch alles Gute, Gottes Segen und allzeit Gut Pfad.

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