Bericht Frühlingslager 2002 in Busenweiler

03.-05.05.2002


Janine beim Pony
im Kampf mit dem elektrischen Weidezaun

Schon seit Wochen hatten wir schlechtes Wetter, zwei Tage Dauerregen am Donnerstag und Freitag und auch keine besseren Aussichten für das Wochenende. Aber schlechtes Wetter war noch nie ein Hindernis für einen echten Pfadfinder auf Tour zu gehen.

Vielleicht hatten wir je doch einige Zweifel ob wir uns wirklich ein verregnetes Wochenende antun sollten, aber drei gute Gründe sprachen dafür:
1. Unser Lager sollte auf unserem CPA-Zeltplatz in Busenweiler/Aischfeld bei Dornhan stattfinden, und der bietet neben einer Wiese auch eine große Scheune, so daß wir nicht unbedingt Zelten mußten.
2. Unser Frühlingslager ist immer ein Test für die
STEWA, und die findet auch bei jedem Wetter statt. Besonders für unsere STEWA-Neulinge ist es wichtig sich gut auf sie vorbereiten zu können und wenn sie den Ernstfall jetzt schon kennenlernen, dann kann sie auf der eigentlichen Wanderung nicht mehr viel entmutigen.
3. Wir wollten nicht allein aufs Lager. Wir hatten uns mit den Tübinger und Ostfildener CPA-Gruppen zum Stewa-Test verabredet, und da wollten wir uns doch keine Blöße geben.

Als wir auf dem Platz am Freitag Abend ankamen, war die Wiese vom Dauerregen eingeweicht und keiner von uns hatte wirklich Lust, ein Zelt aufzubauen und darin zu Schlafen. Viel zu verlockend war die Aussicht statt im feuchtkalten Zelt, im warmen Heu der Scheune zu schlafen. Auch die anderen Gruppen waren derselben Ansicht und so richteten wir uns unser Lager im Heu ein. Am Abend fanden alle 50 Teilnehmer unseres Wochenendlagers einen trockenen Schlafplatz. Da auch an Lagerfeuer nicht zu denken war, trafen wir uns zur Abendandacht im Geräteschuppen. Die Temperatur um die 8°C konnte unsere Stimmung nicht dämpfen. Wir rückten ganz eng zusammen und wärmten uns gegenseitig, sangen Lieder, lauschten der Andacht und beschlossen den Abend bei ein paar Salzstangen, Chip und Schokolade.

Die Nacht war kalt, zum Glück isolierte das Heu die schlimmste Kälte. Der Samstagmorgen dämmerte genauso kalt, trübe und verregnet, wie der Vortag geendet hatte. Den Gottesdienst wieder im kalten Geräteschuppen zu verbringen war keine ermutigende Aussicht. Wir bekamen die Einladung, den Gottesdienst in der Adventgemeinde in Busenweiler zu besuchen. Nicht gerade der geplante CPA-Gottesdienst im Freien, aber dort war es wenigstens warm. Die Scouts und älteren Pfadfindern füllten so nach dem Frühstück den Gemeindesaal, während die Jungpfadfinder mit David zum Kindergottesdienst in den unteren Mehrzweckraum verschwanden.

Das Mittagessen war wieder ein Highlight. Das Beste, was so eine Pfadi-Küche hergibt wurde zum Pottluck zusammengelegt und mit viel Genuß niedergemacht.

Am Nachmittag war eine Wanderung als Test für die STEWA geplant. Die fiel aber den Dauerregen zum Opfer und wurde auf Sonntag morgen verschoben, in der Hoffnung, vielleicht am nächsten Tag ein wenig Trockenheit zu bekommen.
Aber was tun? Herrman Blocher, unser Gastgeber, hatte in seiner Scheune mehrere Lagen mit Heuballen eingelagert. In der untersten Ebene hatte er dabei ein Labyrinth entstehen lassen, das nun in aller Ruhe erkundet werden sollte. Sobald man in das Labyrinth eintauchte, war nichts mehr von der Umwelt zu hören und zu sehen. Etwa 150m Höhlengänge, Sackgassen und Nischen galt es zu erforschen. Die Mutigen versuchten es ohne Taschenlampe und lernten den Tastsinn ganz neu gebrauchen. Weniger Mutige banden beim Eingang ein Seil fest, das ihnen den Ausgang zeigen sollte. Jung oder Alt, Pfadfinder oder Leiter, kaum einer konnte sich diesem besonderen Erlebnis entziehen. Allein unserer heuschnupfengeplagten Allergiker mußten auf dieses Vergnügen verzichten.

Wenn das Wetter schon nicht gut war, das Essen war es: Kuchen und Kakao zwischendurch.

Danach gab es einen Workshop der besonderen Art: Lagermöbelbau auf der Festzeltgarnitur. Mit Schaschlikspießen und Gummibändern wurden Modelle der sonst großen Lagermöbel gestalltet. Hollywood-Schaukeln, Flöße, Feuertische, oder ganz eigenwillige Gebilde wie Eifelturm, Würfel, usw. wurden gebaut. Das Gute an diesen Gebilde war, man konnte sie mit nach Hause nehmen.

Nach dem Abendessen trafen wir uns zum gemeinsamen Spiel und Andacht im Geräteschuppen. Trotz Temperaturen um die 7°C war die Stimmung super. Echte Pfadfinder sind halt durch nichts kleinzukriegen.

Die Nacht war noch ein wenig kälter als die davor, den neben der unangenehmen Temperatur kam nun noch ein böiger Wind hinzu, der durch die Ritzen der Scheune drang. Als der Morgen graute, hatte der Dauerregen ein Ende. Der Himmel war zwar mit tiefhängenden Wolken bedeckt die schnell ostwärts zogen, aber die Straße was vom Wind schon trockengeblasen worden.

Nach dem Frühstück wagten wir uns also endlich an unseren Stewatest. Die Wanderung ging in etwa 90 Minuten über 6 km. Zwar keine rekordverdächtige Geschwindigkeit, aber ein Paar unserer Neulinge brachte das an die Grenze ihrer Kraft. Zumindest wissen wir jetzt, was uns auf der STEWA erwartet. Die Wanderung hatte noch eine weitere Überraschung - Zwei Wolkenlöcher die uns für 10 Minuten Sonne schenkten.

Nach dem Mittagessen ging es wieder ans Aufräumen, Einpacken und Verabschieden.

Zusammen mit den Freudenstädter und Schorndorfer CPA werden wir auf dem STEWA-Abschlußlager in einem Unterlager zusammensein. Dazu wollten wir uns auf diesem Lager besser kennenlernen. Das schlechte Wetter hat dazu beigetragen, daß unsere Gruppen ein wenig nähergerückt sind. Am Ende waren wir uns einig: Das Lager war Super und keiner hätte er missen wollen.

Auf Wiedersehen auf der STEWA.


Lagermöbel in Miniatur
Unsere Jungpfadies sind voll dabei


Unsere Grazien beim Abhängen


Auf der Affenschaukel


Ein Flirt im Heu - Roger und Arja


Steve beim Eingang zum Labyrinth

Die Scheune als Spielplatz


Verschollen im Labyrinth


Schaukeln - Ein Spaß für Jung und Alt


Carola - Die Köchin der Ostfildener - nach der "Raubtierfütterung"


In der Küche ist jede Hilfe willkommen
Die Guten ins Köpfchen, die schlechten ins Töpfchen


Roger versucht sich als Koch -
Versuch gescheitert?!


Weltbewegende Diskussionen


Warten aufs Essen in der warmen Küche.

On Tour Stewa-Testwanderung


Dumm gelaufen - auf der Scheunentreppe ausgerutscht


Stoffel beim Töpfeschrubben
 

Bericht: D.B.

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